Spitzpaprika (Capsicum annuum)

Spitzpaprika (Capsicum annuum)

Spitzpaprika (Capsicum annuum)

Paprika anbauen braucht Zeit: Im Januar habe ich das Saatgut aus einer wunderbar schmeckenden roten Spitzpaprika aufgehoben und ausgesät. Die Aussaat braucht viel Wärme, und die Keimung ist langsam. Im Mai habe ich die Pflänzchen ins Hochbeet gesetzt und verrotteten Pferdemist als Dünger gegeben. Jetzt im August hängen die Paprikasträucher übervoll mit knackigen, noch grünen Schoten, von denen hoffentlich bald die ersten rot werden.
Übrigens habe ich Glück gehabt: Wenn die von mir verzehrte Paprika eine Hybridsorte gewesen wäre, hätte ich wohl sehr, sehr verschiedene und vielleicht nicht besonders gute Pflanzen bekommen. Diese Früchte hier ähneln der leckeren „Mutter.“
Warme Anzucht

Warme Anzucht

Warme Anzucht

Manche Gemüse bringen bei uns nur dann eine Ernte, wenn wir ihnen ein wenig wärmeres Klima vorgaukeln oder sie wie Babies behandeln.
Paprika als einjähriges Fruchtgemüse, das wir am liebsten vollreif und rot mögen, braucht sehr lange zum Keimen, und dabei hohe Temperaturen um die 20°C, noch besser wären 24°C. Im Januar habe ich aus einer sehr leckeren, gekauften Biopaprika die Kerne aufgehoben und ausgesät, und sie sind fast alle gekeimt. Bei selbst gewonnenem Saatgut aus gekauftem Gemüse ist allerdings unklar, ob es sich um eine samenfeste Sorte mit einheitlichen Nachkommen handelt, oder ob ich mit verschiedenen Formen und Farben oder sogar Schärfe überrascht werde. Wenn Du einheitliche Paprika willst, kaufe (oder tausche) Saatgut mit einer klaren Sortenbeschreibung.
Ich habe jetzt erstmal Freude an den Paprika-Babies und plane, sie an verschiedene Stellen auf dem Parkplatz, im Hochbeet und im Schrebergarten zu setzen.